Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 07.08.2016

Aufbewahrungsfrist Wie lange Sie Vertr√§ge, Rechnungen und Co. aufbewahren m√ľssen

Rechnungen, Quittungen und Vertr√§ge f√ľllen ganze Aktenordner. Welche Aufbewahrungsfrist gilt und was Sie getrost wegwerfen k√∂nnen.
Aufbewahrungsfrist Wie lange Sie Vertr√§ge, Rechnungen und Co. aufbewahren m√ľssen

Aufbewahrungsfristen beachten - nicht alle Unterlagen m√ľssen ewig im Aktenordner versauern

 

Kaufbelege und Quittungen: Zwei Jahre Aufbewahrungsfrist

Kaufbelege und Quittungen m√ľssen Sie zwei Jahre lang aufbewahren. Denn so lange gilt die Gew√§hrleistung des H√§ndlers. M√∂chten Sie ein Produkt innerhalb dieses Zeitraumes reklamieren, m√ľssen Sie den Kaufnachweis mit einer Quittung oder Rechnung belegen. Bei l√§ngeren Garantiezeiten sollten Sie den Beleg nat√ľrlich l√§nger aufheben. Beispiel Hausbau: Hier betr√§gt die Gew√§hrleistung in der Regel f√ľnf Jahre.
 

Bankunterlagen: Drei Jahre Aufbewahrungsfrist

Alle Unterlagen Ihrer Bank, also Kontoausz√ľge und Quittungen bei Barzahlungen, m√ľssen Sie mindestens drei Jahre lang aufheben. Der Grund: Die Verj√§hrungsfrist f√ľr Forderungen aus Alltagsgesch√§ften betr√§gt drei Jahre und beginnt jeweils am 31. Dezember des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Bekommen Sie beispielsweise eine Zahlungsforderung f√ľr eine Rechnung, die Sie l√§ngst beglichen haben, k√∂nnen Sie das mit Ihrem Kontoauszug beweisen.

Steuerunterlagen: Zehn Jahre lang aufheben ist Pflicht

Selbstst√§ndige m√ľssen ihre Steuerunterlagen zehn Jahre lang vorr√§tig halten. Angestellte brauchen nichts aufzuheben, sogar ihre Werbungskostenbelege k√∂nnen Sie nach Erhalt des Steuerbescheids entsorgen. Haben Sie Rechnungen, die Ihr Haus oder Ihre Wohnung betreffen? Falls ja, dann gilt hier laut Umsatzsteuergesetz eine Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren. Wer bei einer Pr√ľfung die Belege nicht vorweisen kann, riskiert ein Bu√ügeld.

Lebenslang f√ľr Renten-, Versicherungsunterlagen und Arztberichte

Rentenunterlagen: Alles, was Sie zu Ihrer Rentenberechnung brauchen, m√ľssen Sie ewig aufheben. Dazu geh√∂ren Studienbescheinigungen, Ausbildungsurkunden, Arbeitsvertr√§ge und Gehaltsabrechnungen. Wichtig f√ľr die Aufbewahrungsfrist: Die Zeiten, also beispielsweise wie lange Sie studiert haben, m√ľssen Sie sogar bei der Beh√∂rde nachweisen k√∂nnen.

Versicherungspolicen: Am wichtigsten sind hier der Versicherungsschein, die Versicherungsbedingungen und alle eventuellen Nachtr√§ge. F√ľr eventuelle Nachforderungen nach Ablauf des Vertrags empfiehlt es sich, diese sicherheitshalber noch weitere drei Jahre aufzuheben, um die Aufbewahrungsfrist in jedem Fall zu erf√ľllen.

√Ąrztliche Unterlagen: Auch alle Arztberichte, Befunde oder R√∂ntgenaufnahmen sollten Sie so lange wie m√∂glich archivieren. Damit sind Sie jederzeit in der Lage, eine Erkrankung nachzuverfolgen. Nur so k√∂nnten Sie beispielsweise auch Behandlungsfehler nachweisen.
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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

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Leserkommentare

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23.07.2016 16:44 Uhr
Ursula: Kassenbons
Reklamationen sind bei den meisten Firmen nur mit Kassenbon möglich Kassenbons verlieren mit der Zeit die Farbe und sind nicht mehr zu erkennen, falls man eine Reklamation anbringen möchte. Ich scanne die Bons ein. Und wenn dann mal wirklich etwas reklamiert wird, kann es ohne Problem deutlich sichtbar ausgedruckt werden.

23.07.2016 16:42 Uhr
Wolfgang Lörks: Mache zur Sicherheit Kopien
Die meisten "Kassenzettel" sind durch Lichteinfluß nach 2 Jahren nicht mehr lesbar. Falls Du mal Probeleme bekommen solltest mach immer Kopien davon.

29.03.2014 16:25 Uhr
Kerstin: Gehaltsnachweise
Sie schreiben: Gehaltsnachweise ein Leben lang aufheben. Reicht es, den Dezember mit der Jahresabrechnung aufzuheben oder doch besser jede Monatsabrechnung?

15.07.2013 13:55 Uhr
Redaktion: Antwort der Redaktion
Es ist in Ihrem eigenen Interesse, die Kassenzettel aufzubewahren, denn nur so können Sie ein Produkt zu einem späteren Zeitpunkt reklamieren, sollte dies nötig sein. Beim Hausbau gilt 5 Jahre lang. Ohne Beleg können Sie keine Ansprüche geltend machen.


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