Von Horst Peter Wickel, 07.12.2016

Internet Passwort-Sicherheit immer wichtiger

Obwohl in sozialen Netzwerken, Onlineshops oder im E-Mail-Postfach viele persönliche Daten lagern, machen Sie sich vermutlich zu wenige Gedanken über deren Sicherheit.
Internet Passwort-Sicherheit immer wichtiger

"password" ist ein sehr beliebtes und besonders unsicheres Passwort.

Schlecht gewählte, einfallslose Passwörter machen Kriminellen das Leben leichter. Aber nach wie vor gehören „123456“ und „password“ zu den am häufigsten genutzten Passwörtern. Dabei können schnelle Supercomputer von heute weit mehr als zwei Milliarden Schlüssel pro Sekunde durchprobieren. Da geht das Knacken schnell.

„123456" besteht ausschließlich aus Zahlen. Da es zehn Ziffern gibt und das Passwort sechs Stellen hat, ist die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten zehn hoch sechs = eine Million. Geteilt durch zwei Milliarden ergibt: Dieses Passwort wäre im Bruchteil einer Sekunde geknackt.

Das beliebte "password" besteht aus acht Buchstaben, von denen das deutsche Alphabet 26 besitzt. Da es ausschließlich Kleinbuchstaben sind, ergibt die Formel: 26 hoch 8 = 208.827.064.576, also immerhin gut 208 Milliarden Kombinationsmöglichkeiten. Ein Superrechner bräuchte maximal 104 Sekunden, also weniger als zwei Minuten, um alle Kombinationen zu testen. Da das „password" aber seit Jahren auf den ersten Plätzen der häufigsten Passwörter rangiert, würde ein gewiefter Hacker es vermutlich als erstes ausprobieren.

Tabus bei Passwörtern

Ganz weit oben auf der Tabuliste für Passwörter stehen alle Namen und Begriffe aus Ihrem persönlichen Umfeld, also zum Beispiel die Namen von Familienmitgliedern, Freunden, aber auch Haustieren oder Lieblingsstars. Wenn möglich, sollte Ihr Passwort gar nicht in Wörterbüchern vorkommen.

Auch deren Geburtsdaten haben in Passwörtern nichts zu suchen. Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? #, am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen, bringt auch nicht viel. Auch aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern sollte ein Passwort nicht bestehen, also nicht asdfgh oder 1234abcd.

Sicheres Passwort basteln

Mit schwachen Passwörtern machen Sie es Cyber-Kriminellen auf der Jagd zu einfach. Dabei dauert die Konstruktion eines sicheren persönlichen Zugangscodes nur einige Minuten. Die Grundregeln (mindestens zwölf Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen) können Sie dabei ohne Weiteres umsetzen.

In der Regel liegt dieser Mischung aus Zeichen und Zahlen ein einfacher, ganz persönlicher Satz zugrunde, an den Sie sich gut erinnern können. Am Anfang steht also nur ein Satz, zum Beispiel: „Ich bin am 15. September in Hamburg an der Elbe geboren.“ Von diesem Satz nehmen Sie nur die Anfangsbuchstaben jedes Wortes und lassen Zahlen und Satzzeichen so, wie sie sind. Bei diesem Beispiel also: „Iba15.SiHadEg“.

Das wäre schon ein verdammt sicheres Passwort, aber durch die Verwendung von Sonderzeichen wird es noch besser. Am einfachsten geht das, wenn Sie ähnliche aussehende Sonderzeichen einsetzen. So wird es in diesem Beispiel im nächsten Schritt „Iba15.$iH@dEg“.

Da dieses Passwort 13 Stellen hat und aus Groß- und Kleinbuchstaben (à 26 Zeichen), Zahlen (à 10 Ziffern) und Sonderzeichen (à 35 Zeichen) besteht, steigt die Anzahl der möglichen Kombinationen auf (26+26+10+35) hoch 13 = 67.300.000.000.000.000.000.000.000 bzw. 67,3 Quadrillionen. Teilt man diese verdammt hohe Zahl durch zwei Milliarden Versuche eines Superrechners pro Sekunde, ergibt das eine Dauer von 1,067 Milliarden Jahren, die man bräuchte, um alle Varianten auszuprobieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hacker dieses Passwort per Zufall herausfindet, liegt weit unter der eines Lotto-Hauptgewinns.

Weitere Tipps zur Passwort-Sicherheit

Um die höchste Sicherheitsstufe zu erreichen, empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, für jeden Dienst ein anderes Passwort zu verwenden und dieses außerdem etwa alle sechs Monate zu erneuern. Und um sich das merken zu können, schlagen Verbraucherschützer vor, einen Passwort-Manager zu nutzen. Darin können Sie Ihre Passwörter für die verschiedenen Nutzerkonten verschlüsselt abspeichern und müssen sich nur noch das Masterpasswort merken.
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Leserkommentare

 

26.01.2017 07:41 Uhr
fritti: Passwortspeicher
Aber was ist, wenn ich einen Passwortspeicher auf einem Stick habe, wenn dieser nicht mehr will? Die einzig gute Lösung ist das auch nicht!


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