Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 07.09.2017

Kinder und Internet Computer kindersicher machen

Computer sind auch aus dem täglichen Leben von Kindern nicht mehr wegzudenken. Wie Eltern sie schützen und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang beibringen können.
Kinder und Internet Computer kindersicher machen

Eltern sollten bei der Computernutzung klare Strukturen schaffen und das Gerät kindersicher machen.

Schon 75 Prozent der Kinder zwischen zwei und vier Jahren spielen täglich bis zu einer halben Stunde mit einem Smartphone, bei gleichzeitig fehlender Medien-Nutzungs-Kompetenz. Das geht aus einer Studie des gemeinnützigen Projektes „BLIKK-Medien“ hervor. Bei älteren Kindern zeigen sich Zusammenhänge zwischen fehlender Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien und Lese- und Schreibschwächen sowie mangelnder Konzentrationsfähigkeit.

Alter und Struktur

„Eltern müssen ein Umfeld mit Struktur schaffen, in dem Kinder und Jugendliche sich auch bei der Mediennutzung bewegen. Mediennutzung soll Spaß machen, aber es muss auch ein Ende geben“, sagt Kristin Langer, Mediencoach bei der Initiative schau-hin.info. „Ab welchem Alter Kinder ins Internet gehen dürfen, müssen die Eltern individuell entscheiden. Das hängt auch stark von den bisherigen Medienerfahrungen und dem sozialen Umfeld ab.“

Nutzungszeit des Computers klar regeln

Kristin Langer hält für Vorschulkinder eine tägliche Bildschirmzeit von 25 bis 30 Minuten für vertretbar. Im Alter von sechs bis neun Jahren sei eine tägliche Nutzungszeit von 45 bis 60 Minuten angemessen. Eltern können sich aber auch für eine wöchentliche Computerzeit entscheiden. Faustregel: Kinder sollten maximal ihr Lebensalter in Stunden pro Woche vor dem Bildschirm verbringen.

Kindgerechte Internetseiten

„Eltern müssen ihre Kinder auf dem Weg ins Internet begleiten. Dabei sollten sie kind- und altersgerechte Websites wie meine-startseite.de oder internet-abc.de nutzen“, sagt Langer. Ebenfalls empfehlenswert sind für Schulkinder spezielle Suchmaschinen wie www.blinde-kuh.de oder www.fragfinn.de. Die angezeigten Inhalte sind in jedem Fall für Kinder geeignet. Auf www.kikaninchen.de und www.wdrmaus.de/elefantenseite finden Kleinkinder Spiele und andere altersgerechte Inhalte.

Sicherere Alternative zu Facebook

Eine gute Übung für soziale Netzwerke ist das Angebot des Kindersenders Kika. Unter www.mein-kika.de können Kinder bis 15 Jahren in einem geschützten Raum chatten und Foren-Einträge schreiben. Eine Anmeldung ist nur mit Unterschrift und Einwilligung der Eltern möglich. Jeder Kinderbeitrag auch im Chat wird erst von Moderatoren gelesen und dann veröffentlicht. Zusätzlich können Kinder eigene Profilseiten anlegen.

Kindersichere Geräte

Egal ob Kinder und Jugendliche Smartphones, Tablets oder Computer nutzen: Eltern sollten vorhandene Kindersicherungen einrichten und bei Bedarf spezielle Programme für den Kinder- und Jugendschutz installieren. So können sie beispielsweise die Nutzungszeit beschränken, App-Käufe verbieten, Online-Inhalte sperren oder nur bestimmte Internetseiten freigeben. Je nach Gerät lässt sich die Kindersicherung über die Systemsteuerung, ein separates Benutzerkonto für Kinder oder spezielle Apps einrichten. Auch internetfähige Fernseher bieten in der Regel die Möglichkeit, eine Jugendschutz-Pin einzugeben.

Tipp: Lesen Sie hier, wie Sie ein Smartphone kindersicher machen.

Eltern sollten sich auf dem Laufenden halten

Wichtig ist, dass Eltern sich selbst mit digitalen Medien befassen. Informationen finden sie auf Seiten wie www.schau-hin.info und www.klicksafe.de. Denn wenn Eltern selbst nicht wissen, was Cyber-Mobbing oder Cyber-Grooming ist, können sie ihre Kinder auch nicht davor schützen. Cyber-Mobbing ist Mobbing mit Hilfe digitaler Medien – Menschen werden in sozialen Netzen herabgewürdigt und gegen ihren Willen Fotos oder Videos verbreitet. Beim Cyber-Grooming verstecken sich Erwachsene in sozialen Netzwerken hinter den Profilen von Kindern, um Kontakt zu Kindern zu bekommen. Ziel ist dabei, ein Treffen im echten Leben zu ermöglichen, und die Kinder dann zu missbrauchen.

Sie möchten mehr erfahren? In unserem kostenlosen sechsseitigen Dossier informieren wir Sie ausführlich rund um das Thema "Computer kindersicher machen".
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Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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