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 Umzug:


In Eigenregie oder mit Hilfe von Profis? 

Am billigsten ist der reine Do-it-yourself-Umzug. Doch der Zeitaufwand ist groß. Auch die körperliche Belastung ist nicht unerheblich - das weiß jeder, der schon einmal eine Waschmaschine in den dritten Stock geschleppt hat. Ein weiterer Nachteil: Das Inventar ist nicht versichert. Die Umzugsschäden gehen zu eigenen Lasten.


Größere Haushalte lassen sich kaum auf eigene Faust umziehen: meist reicht der Klein-Lkw (bis 3,5 Tonnen), der noch mit  Führerschein Klasse B gefahren werden darf, nicht mehr aus. Vorbei die Studentenzeiten, als noch genügend Freunde aufzutreiben waren, die einem tatkräftig unterstützten.

Bei der Auswahl des Spediteurs ist Sorgfalt angebracht. Aus Vergleichstest wissen wir: Eine vierköpfige Familie, die von München nach Berlin umziehen will, bei der die Spedition l den gesamten Umzug durchführen soll (nicht dabei: der Ab- und Aufbau einer Einbauküche) zahlt bei einer günstige Spedition unter 5.000 Euro, bei einer teuren mehr als das Doppelte.

Deshalb unbedingt mehrere Angebote einholen. Aber Vorsicht: Die Angebote müssen vergleichbar sein. Der Spediteur muss genau Bescheid wissen, mit welchen Gegebenheiten er es zu tun hat: In welchem Stock liegt die Wohnung, ist der Treppenaufgang eng und beschwerlich oder gibt es einen Lift, kann direkt vor der Wohnung geparkt werden?

Am besten ist es, einen Besichtigungstermin zu vereinbaren, damit der Unternehmer die Menge des Umzugsguts und den Versicherungswert richtig einschätzt (Keller und Dachboden nicht vergessen).

Das geht am sichersten mit einem Verzeichnis, in das alle Möbel, Pflanzen und wenn möglich die Anzahl der Kartons gehören. Umzugsunternehmen, die dem Bundesverband der Möbelspediteure (AMÖ) angehören, fertigen eine normierte Umzugsgutliste an.  

Diese Betriebe erkennen auch die Entscheidungen der Schlichtungsstelle ihres Bundesverbandes an. An sie können sich Kunden wenden, falls der Kostenvoranschlag übermäßig überzogen wird oder es anderen Ärger gab.

 
Die weiteren
Umzugs-Themen:
· Die richtige Vorbereitung
· Was ein Mieter beachten
  muss
· Schönheitsreparaturen

· Was alles zu erledigen ist

· Steuervorteile
Speditionen:
Eine Hilfe beim Preisvergleich ist Umzüge.de.
Alternativen zur Spedition:
Beiladung
Sie geben Teile der Einrichtung einem Spediteur als Beiladung zu anderem Umzugsgut mit. Allerdings müssen Sie warten, bis der Spediteur eine nicht ausgelastete Tour an Ihren neuen Wohnort hat.

Möbel-Mitfahrzentrale
In manchen Städten gibt es Möbel-Mitfahrzentralen. Sie vermitteln Ihre Umzugskisten an Fuhrunternehmer mit Leerraum. Das ist meist billiger als die Beiladung bei einer Spedition. Mehr dazu:  Möbelmitfahrexpress.de.

Lkw mit Fahrer
Eine Spedition stellt einen Möbelwagen mit Fahrer. Der sorgt für das fachmännische Beladen und hat auch die notwendige Ausrüstung, zum Beispiel Tragegurte. Die Abrechnung erfolgt auf Stundenbasis. Also viele Helfer organisieren.

Der Kostenvoranschlag des Spediteurs muss alle Einzelpreise enthalten. Oft wird nur ein verbindlicher Preis für einen begrenzten Teil der Leistungen angegeben, zum Beispiel für Transport und Fahrt. Handwerkerarbeiten und die Arbeitszeit für die Verpackung werden dann "nach Aufwand“ berechnet, wie es im "Kleingedruckten“ häufig heißt. Die Endabrechnung weicht dann gegenüber dem Kostenvoranschlag nach oben oder (seltener) nach unten ab.

Auch die Nebenleistungen wie etwa Packmaterial, Schwergutzuschläge oder Versicherungen sollte der Kostenvoranschlag auflisten. Achten Sie schließlich auch darauf, dass der Kostenvoranschlag unterschrieben ist.

Wer sich vor unliebsamen Überraschungen schützen will, sollte mit dem Spediteur einen Festpreis für den Umzug vereinbaren. Dann weiß man genau, mit welcher Gesamtsumme man zu rechnen hat. Aber auch hier gilt: "Kleingedrucktes“ lesen und darauf achten, dass nicht doch noch ein paar Nebenleistungen gesondert auftauchen.

Die Haftung für Spediteure ist in der Höhe gesetzlich geregelt (§ 451e HGB): Die Grundhaftung des Umzugsunternehmers beträgt 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut. Häufig liegt der tatsächliche Wert des Hausrates über der Haftungsgrenze. Deshalb empfiehlt es sich, beim Spediteur eine zusätzliche Transportversicherung abzuschließen. Die Kosten dafür sind nicht all zu hoch. Die Versicherung ersetzt allerdings nur den Zeitwert eines Gegenstandes und nicht den Wiederbeschaffungswert.

Wichtig: Offensichtliche Schäden (z. B. gebrochener Bilderrahmen oder Geschirr) muss man sofort melden und schriftlich auf dem Arbeitsschein des Spediteurs vermerken (auf Gegenzeichnung bestehen). Deshalb sollten Sie das Umzugsgut sofort beim Ausladen kontrollieren. Lassen Sie sich nicht vorschnell zu einer Unterschrift drängen, dass ihr Hausrat in Ordnung sei.
Jene Schäden, die die Möbelpacker im Haus verursachen - beispielsweise Beschädigungen im Treppenhaus oder Kratzer im Parkett - sollten Sie sofort schriftlich festhalten.
Bei verdeckten Schäden - das sind Dinge, die man nicht sofort erkennen kann - haben Sie zehn Tage Zeit für die Reklamation.
Für Glasbruch in Kartons, die Sie selbst gepackt haben, haftet der Spediteur nicht. Wertvolle Gegenstände sollten Sie deshalb entweder von den Umzugsprofis verpacken lassen (die haben entsprechendes Verpackungsmaterial), oder sie transportieren die China-Vase selbst im Pkw.

Alternativen zur Spedition
Wer nicht alles dem Möbelspediteur überlassen will, für den gibt es neben der Möglichkeit, einen Kleintransporter für den Umzug zu mieten, noch drei Alternativen:

Beiladung
Man gibt Teile der Einrichtung einem Spediteur als Beiladung zu anderem Umzugsgut mit. Allerdings müssen Sie warten, bis der Spediteur eine nicht ausgelastete Tour an Ihren neuen Wohnort hat. Deshalb rechtzeitig darum kümmern und nur Möbel mitgeben, auf die man eine zeitlang verzichten kann (Klavier, Vitrine, Gartenmöbel im Winter, das Gästebett)

Möbel-Mitfahrzentrale
In manchen Städten gibt es Möbel-Mitfahrzentralen (Möbelmitfahrexpress.de). Sie vermitteln Ihre Umzugskisten an Fuhrunternehmer mit Leerraum. Das ist meist erheblich billiger als die Beiladung bei einer Spedition.

Lkw mit Fahrer
Eine Spedition stellt einen Möbelwagen mit Fahrer. Der Fahrer sorgt für das fachmännische Beladen und hat auch die notwendige Ausrüstung dabei, zum Beispiel Tragegurte. Die Abrechnung erfolgt auf Stundenbasis. Deshalb sollten Sie möglichst viele Helfer organisieren. Auch hier gilt: mehrere Angebote einholen, die Preise können recht unterschiedlich sein.

Horst Biallo, 09.06.2006

Foto: online-IMAGES®/7of9


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