Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 16.11.2016

Neuerungen 2017 Zusätzlicher Feiertag und niedrigere Steuern

Mit dem Jahreswechsel treten viele √Ąnderungen in Kraft. Steuerzahler k√∂nnen sich √ľber eine Entlastung freuen. Was sich 2017 sonst noch im Bereich Arbeit und Steuern √§ndert.
Neuerungen 2017 Zusätzlicher Feiertag und niedrigere Steuern

Arbeitnehmer können 2017 wegen eines zusätzlichen Feiertags jubeln

Die wichtigste Nachricht f√ľr Arbeitnehmer: Anl√§sslich des Reformationsjubil√§ums ist der 31. Oktober 2017 bundesweit Feiertag. An diesem Tag j√§hrt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg. Der bundesweite Reformationstag bleibt aber auf das Jahr 2017 beschr√§nkt. Danach gilt er – wie bisher – nur in den protestantischen Bundesl√§ndern.

2017 m√ľssen Sie weniger Steuern zahlen

Einkommensteuer: Bundesfinanzminister Wolfgang Sch√§uble m√∂chte Steuerzahler entlasten. Dazu hat er den Grundfreibetrag um 170 Euro erh√∂ht. Ab Januar genie√üen Ledige einen Freibetrag von 8.822 Euro und Verheiratete von 17.644 Euro. Bis zu diesem Betrag verlangt der Staat keine Steuern auf Einkommen, sei es Arbeitslohn, Gehalt, Pension oder Mieteink√ľnfte. Ab 2018 soll der Freibetrag um weitere 200 Euro f√ľr Ledige bzw. 400 Euro f√ľr Eheleute steigen.

Steuerprogression: Weitere Entlastung winkt durch die Verschiebung der Steuerkurve. Damit von k√ľnftigen Lohnsteigerungen weniger Steuer abgezogen wird, verschieben sich die Eckwerte des Einkommensteuertarifs nach oben. F√ľr 2017 ist eine Verschiebung um 0,73 Prozent geplant, f√ľr 2018 von 1,65 Prozent. Effekt: Die Steuerprogression f√§llt schw√§cher aus, h√∂here Steuers√§tze greifen jeweils erst sp√§ter.

Steuererkl√§rung: Ab 2017 muss die Steuererkl√§rung erst zwei Monate sp√§ter als bisher beim Finanzamt sein. Statt Ende Mai 2018 gen√ľgt k√ľnftig Ende Juli. Fertigt ein Steuerberater die Erkl√§rung an, gilt nunmehr der Termin Ende Februar des √ľbern√§chsten Jahres. Aber Vorsicht: Mit der Fristverl√§ngerung steigen auch die Versp√§tungszuschl√§ge!

Geldsparen.de-Tipp: K√ľnftig m√ľssen Sie keine Belege mehr beim Finanzamt einreichen, sondern diese nur noch zu Hause vorhalten und auf Forderung ans Finanzamt senden.

2017 mehr Kindergeld

Kinderfreibetrag und Kindergeld: Eltern d√ľrfen sich √ľber eine Erh√∂hung des Kinderfreibetrags oder des Kindergelds freuen. Der Freibetrag greift bei gut verdienenden Eltern, wenn die Steuerentlastung durch den Pauschbetrag h√∂her ist als das erhaltene Kindergeld. Der Freibetrag erh√∂ht sich 2017 von 4.608 Euro auf 4.716 Euro – ein Plus von 108 Euro. Ab 2018 sollen weitere 72 Euro hinzukommen. Damit Eltern mit geringem bzw. durchschnittlichem Einkommen nicht leer ausgehen, wird das Kindergeld um zwei Euro pro Kind angehoben.

Grunderwerbsteuer: Seitdem die Bundesl√§nder die Grunderwerbsteuer selbst festlegen, wird kr√§ftig an der Steuerschraube gedreht. Die L√§nder Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein berechnen bereits 6,5 Prozent der Kaufkosten. Die n√§chste Erh√∂hung steht bereits vor der T√ľr: Ab Januar 2017 wird Th√ľringen ebenfalls 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer kassieren. Bei einer Immobilie √ľber 400.000 Euro sind dann 26.000 Euro f√ľr den Fiskus f√§llig!

Geldsparen.de-Tipp: Wohnen Sie nah an Bayern oder Sachsen, dann kann ein Sprung √ľber die Landesgrenze viel Geld sparen. Beide L√§nder begn√ľgen sich n√§mlich weiterhin mit dem ehemals bundesweit einheitlichen Steuersatz von 3,5 Prozent.

Umzugspauschale: Bei einem beruflich bedingten Wohnungswechsel k√∂nnen Sie die damit verbundenen Ausgaben pauschal absetzen oder einzeln auflisten. Das Finanzamt akzeptiert die Kosten, wenn sich die t√§gliche Gesamtfahrtzeit um mindestens eine Stunde verk√ľrzt. Die sogenannten Umzugspauschalen erh√∂hen sich ab Februar 2017 f√ľr Verheiratete von 1.493 Euro auf 1.528 Euro. Ledige genie√üen jeweils den halben Betrag. F√ľr jedes weitere zum Haushalt geh√∂rende Kind oder andere Personen spendiert der Fiskus 337 Euro extra.

Geldsparen.de-Tipp: Auch wenn Sie aus privaten Gr√ľnden umziehen, k√∂nnen Sie das Finanzamt beteiligen. Speditions- und Umzugskosten sind bis zur H√∂he von 20.000 Euro im Jahr als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzbar. 20 Prozent davon, maximal 4.000 Euro verringern direkt die pers√∂nliche Steuerschuld.

Spenden und noch einfacher Steuern sparen

Spenden: Damit das Finanzamt Spenden oder Mitgliedsbeitr√§ge als Sonderausgabe anerkennt, ben√∂tigen Sie eine Zuwendungsbest√§tigung oder einen Spendennachweis. Bei Kleinspenden unter 200 Euro gen√ľgt ein vereinfachter Nachweis, etwa ein privater Ausdruck der Online-√úberweisung. Ab 2017 ist damit Schluss. K√ľnftig m√ľssen Sie Spendennachweise nur noch vorlegen, wenn der Fiskus explizit danach fragt. Deshalb: Belege aufheben!

Geldsparen.de-Tipp:
Alternativ k√∂nnen Sie den Spendenempf√§nger bevollm√§chtigen, den Spendennachweis elektronisch ans Finanzamt zu √ľbertragen. Dann m√ľssen Sie die Zuwendungsbest√§tigung nicht mehr selbst aufbewahren.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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