Florian Junker
Ein Beitrag von Florian Junker, 11.03.2015

Bildung Was kosten gute Privatschulen?

Über neun Prozent der deutschen Schüler pauken auf privaten Schulen. Doch woran erkennen Sie eine gute Privatschule und wie hoch sind die Kosten für die Eltern?
Bildung Was kosten gute Privatschulen?

Wer es sich leisten kann, schickt sein Kind häufig auf private Schulen

Die Zahl der Privatschulen in Deutschland wächst, das meldet der Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP). 5.651 private Schulangebote gibt es mittlerweile in Deutschland, knappe neun Prozent mehr als vor drei Jahren. Die Zahl der Privatschüler kletterte auf über 730.000 und der Anstieg um ca. zwei Prozent ist vor dem Hintergrund der bundesweit insgesamt sinkenden Schülerzahlen bemerkenswert. Hauptverantwortlich dafür ist das vielfältige Angebot an pädagogischen Ausrichtungen. "So wird gewährleistet, dass Schüler mit unterschiedlichen Begabungen und Interessen bestmöglich gefördert werden", so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP. Kann das auch für unsere Kinder einen Alternative sein, fragen sich viele Eltern, aber mit welchen Kosten müssen Familien für den Besuch einer solchen Privatschule rechnen? Und wie können Eltern bereits frühzeitig das Geld dafür sparen?

Was kosten Privatschulen?

Das Angebot privater Schulen ist riesig. Die Kosten für den Besuch einer Privatschule sind fast so unterschiedlich wie die Angebote selbst. Während manche konfessionelle Schule gar kein oder nur ein geringes Schulgeld von ca. 50 bis 100 Euro im Monat verlangt, können Eltern an anderen Privatschulen auch tausende von Euro monatlich bezahlen. Was eine Privatschule für das Geld, das Sie dafür ausgeben würden, alles bietet, sollten Sie in Vorgesprächen ausloten.

Teure vs. günstige Privatschule

Grundsätzlich wird zwischen Privatschulen mit und ohne staatlichen Zuschuss unterschieden.

Privatschulen mit staatlichem Zuschuss können für Familien etwas günstiger sein. Haben Sie für Ihr Kind eine staatlich geförderte Privatschule im Auge, fragen Sie unbedingt nach der Höhe des Schul- bzw. Fördergeldes. Dies liegt bei ca. 100 Euro, was erstmal günstig klingt, aber es kommen eventuell noch Kosten für Verpflegung, Betreuung, etc. hinzu. Somit können Sie insgesamt auf Kosten von auf 200 bis 400 Euro im Monat kommen.
Bei nicht staatlich geförderten Privatschulen, belaufen die Kosten sich im Durchschnitt auf 350 bis 850 Euro im Monat, hier sind aber meist bereits alle Nebenkosten, wie Verpflegung, inbegriffen.

Alternative Internat

Soll Ihr Kind ein privates Internat besuchen, kommen zum Schulgeld noch einige hundert Euro für Kost, Logie und Betreuung dazu. Kirchliche Internate sind dabei in der Regel etwas günstiger. Für ein evangelisches oder katholisches Internat müssen Familien mit Kosten zwischen ca. 400 bis 1.200 Euro rechnen, nicht-konfessionelle Häuser verlangen manchmal fast das doppelte.

Warum sich eine Privatschule lohnen kann

Der Besuch einer privaten Schule ist in den allermeisten Fällen wahrlich nicht umsonst und kann sogar richtig ins Geld gehen. Bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden, sollten Sie nicht nur das Schulgeld pro Jahr inklusive aller Sonderausgaben vergleichen, sondern auch, was Sie in der gleichen Zeit an einer staatlichen Schule für die Bildung Ihrer Kinder ausgeben müssten. Denn hier wird zwar kein Schulgeld fällig, aber oft kommen auf Eltern dennoch nennenswerte Kosten für Bücher, Nachmittagsbetreuung (Kernzeit), Essen, Ausflüge etc. dazu. Zudem lassen sich bis zu 30 Prozent des Schulgeldes (max. 5.000 Euro) als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

So manche Privatschule bietet zudem Freizeitangebote inklusive, z.B. Instrumentalunterricht, Sport etc. und Eltern sparen so an anderer Stelle eventuell auch mehrere hundert Euro Kosten im Jahr für Mitgliedsbeiträge an Musikschulen, Vereinen und ähnlichem.

Hier finden Sie Privatschulen in Ihrer Nähe:

VDP-Suche
Privatschulen-Vergleich
Privatschul-Beratung
Schulgeld rechtzeitig ansparen: Planen Eltern in Zukunft Ihr Kind auf eine Privatschule zu schicken, macht es Sinn möglichst frühzeitig Geld zurückzulegen. Eine normale Schule kostet ca. 400 Euro monatlich und eine achtjährige Gymnasiallaufbahn käme so auf 38.400 Euro. Wenn Eltern, Großeltern oder Paten sich gleich nach der Geburt für einen gut verzinsten Sparplan aus unserem Vergleich entscheiden, hätten sie das Schulgeld etwa bei der Deniz-Bank mit einer Sparrate von 275 Euro rechtzeitig zusammen.
Gesamten Vergleich anzeigenSparplan mtl. Sparrate: 100 €, Laufzeit: 10 Jahre
  Anbieter   Rendite
Zinsertrag
 
1.
 
2,10%
1.350,38
2.
 
1,73%
1.103,37
 
3.
 
1,57%
993,18
 
Datenstand: 02.12.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
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Florian Junker mein Name ist Florian Junker. Bei geldsparen.de bin für Geldanlage sowie Bauen und Wohnen zuständig. Als dreifacher Familienvater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie praxistaugliche Lösungen aussehen müssen.

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