Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 25.07.2013

Arbeitszimmer Steuerlicher Vorteil auch während Elternzeit

Sie sind wegen eines Kindes in Elternzeit? Dann gelten auch weiterhin Steuerverg√ľnstigungen; das Arbeitszimmer bleibt zum Beispiel absetzbar.
Arbeitszimmer: Steuerlicher Vorteil auch während Elternzeit

Auch während der Elternzeit ist das Arbeitszimmer steuerlich absetzbar

Auch w√§hrend der Elternzeit k√∂nnen Sie das h√§usliche Arbeitszimmer steuerlich absetzen – egal, ob Sie Eink√ľnfte erzielen oder nicht. "Selbst wenn w√§hrend der Elternzeit keine steuerpflichtigen Einnahmen erzielt werden, d√ľrfen junge Eltern die Kosten f√ľr das h√§usliche Arbeitszimmer steuerlich absetzen", sagt Peter Kauth, Finanzfachmann von steuerrat24.

Die Aufwendungen m√ľssen aber in einem "hinreichend konkreten Zusammenhang mit k√ľnftigen Einnahmen stehen." In einem solchen Fall erfolgt der steuerliche Abzug als "vorab entstandene Werbungskosten". Sie m√ľssen ihre T√§tigkeiten und Ausgaben w√§hren der Elternzeit detailliert darlegen, damit das Finanzamt den beruflichen Zusammenhang mit k√ľnftigen Einnahmen beurteilen kann.

Was akzeptiert das Finanzamt als berufliche Tätigkeit an?

Das Arbeitszimmer muss f√ľr eine steuerliche Anerkennung so gut wie ausschlie√ülich beruflich genutzt werden. Darunter versteht das Finanzamt aber nicht nur T√§tigkeiten, um Eink√ľnfte zu erzielen, sondern beispielsweise auch Zusatzqualifikation oder eine Weiterbildung.

Das Finanzamt erkennt als berufliche Tätigkeit zum Beispiel an:
  • das Studium von Fachliteratur,
  • die Lekt√ľre von abonnierten Fachzeitschriften,
  • das Erstellen von neuen Arbeitskonzepten
  • die Vor- und Nachbereitung von Fortbildungsveranstaltungen oder
  • auch Archivierungsarbeiten.
Kurzum: Das Finanzamt erkennt auch solche Tätigkeiten an, um sich in seinem Beruf auf dem Laufenden zu halten.

Die Kosten sind jedoch nicht in unbegrenzter Höhe absetzbar. Der Bundesfinanzhof hat dies bereits in Urteilen klargestellt (BFH, Ak.: VI R 102/01 und VI R 103/01). Danach kann zum Beispiel:
  • bei einer Personalreferentin, die vor der Elternzeit keinen Arbeitsplatz bei ihrem Arbeitgeber hatte und in ihrem Homeoffice arbeitete, sind die Arbeitszimmerkosten voll absetzbar. Begr√ľndung: Das Arbeitszimmer war bislang der "Mittelpunkt der beruflichen T√§tigkeit" und wird es auch nach der Elternzeit wieder sein.
  • Eine Lehrkraft in Elternzeit kann hingegen die Arbeitszimmerkosten nur begrenzt bis zu 1.250 Euro abziehen, weil ihr – wie bei allen Lehrern – bisher "kein anderer Arbeitsplatz zur Verf√ľgung" stand und dies auch sp√§ter wieder so sein wird.
Tipp: Das Elterngeld wird in der Steuererklärung in der Anlage N in Zeile 29 als "andere Lohn- und Entgeltersatzleistungen" eingetragen.

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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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