Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 06.07.2015

Bunte Vielfalt Vermögensverwaltende Fonds für Jedermann

Vermögensverwaltende Fonds sind nicht nur was für Millionäre. Die bunt gemischten Portfolios ermöglichen auch Kleinsparern attraktive Gewinne.
Bunte Vielfalt Vermögensverwaltende Fonds für Jedermann

Auf dem Holi Festival of Colours geht es so bunt zu, wie bei der Zusammensetzung von Fonds

Vermögensverwaltende Fonds sind die Königsdisziplin für Fondsspezialisten. Ohne strenges Anlagekorsett haben Fondsmanager freie Hand, in alle marktgängigen Wertpapierklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Währungen und Derivate zu investieren. Die Aktienquote der auch als Multi-Asset-Fonds bekannten Portfolios kann zwischen null und 100 Prozent schwanken – je nach Fondskonzept und Marktlage. Auch die Anlageregion ist nicht eingeschränkt, infrage kommt der gesamte Globus.
Vorteil für vermögensverwaltende Fonds: Das breite Anlagespektrum macht vermögensverwaltende Fonds sehr flexibel. Die Verteilung des Fondsvermögens auf unterschiedliche Wertpapierklassen stabilisiert das Fondsvermögen und minimiert Schwankungen – ein Plus für unerfahrene oder bequeme Anleger, die ihr Erspartes zwar chancenreich anlegen, sich aber nicht selbst darum kümmern wollen.

Risiko Titelvielfalt: Es kann passieren, dass ein Fondsmanager den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Denn der Markt ist unberechenbar und ändert sich schnell. Im Wirrwarr von Wertpapieren, Assetklassen und Termingeschäften können Fondsmanager den Überblick verlieren und falsche Entscheidungen treffen. Die Folge sind Renditeeinbußen.

Große Namen sind kein Gewinngarant

Vermögensverwaltende Fonds sind häufig Aushängeschilder berühmter Fondsmanager. So verantwortet zum Beispiel der bekannte Fondsmanager Klaus Kaldemorgen, der sich früher um die DWS Aushängeschilder Akkumula und Vermögensbildungsfonds I kümmerte, heute den eigens für ihn geschaffenen Multi-Asset-Fonds Concept Kaldemorgen. Fondsikone Jens Ehrhardt managt den ältesten vermögensverwaltenden Fonds Deutschlands, den FMM Fonds. Ebenfalls ganz oben auf der Hitliste der Anleger steht der Multiple Opportunities R des Fondsmanagers Bert Flossbach.

Große Namen sorgen aber nicht automatisch für Top-Ergebnisse. Zwar sorgen die Flaggschiffe der Fondsindustrie für stete Gewinne, mit kleineren, weniger bekannten vermögensverwaltenden Fonds wäre aber oft mehr drin gewesen. So erwirtschafteten die oben genannten Fondsschwergewichte auf Fünfjahressicht Renditen zwischen sieben und elf Prozent pro Jahr. Topfonds aus diesem Bereich liege aber zum Teil deutlich darüber. So erzielten zum Beispiel der Adelca Invest IV Multi Asset, der Ampega Balanced 3 und das DWS Top Portfolio offensiv Renditen zwischen 14 und 16 Prozent.
 

Kleine vermögensverwaltende Fonds oft billiger als große

Die Kosten von Multi-Asset-Fonds liegen im mittleren bis oberen Segment. Der reguläre Ausgabeaufschlag beträgt üblicherweise fünf Prozent, in Einzelfällen sind sechs Prozent möglich.
Geldsparen.de-Tipp: Direktbanken geben oft Preisnachlässe beim Ausgabeaufschlag. Unerfahrene Sparer sollten sich von unabhängigen Vermögensverwaltern beraten lassen und kostengünstige Fondsangebote nutzen. Unser Kooperationspartner V-Bank hilft schnell und kompetent weiter.

Prüfen Sie die laufenden Kosten

Denn diese werden jährlich dem Fondsvermögen entnommen und schmälern somit direkt den Wertzuwachs des Fonds. Hohe Fondskosten müssen die Fonds erst einmal hereinholen, bevor sie in die Gewinnzone kommen. Die Gesamtkostenquote TER zeigt, wie viel Geld jährlich aus dem Fondsvermögen zur Deckung von Vertriebs-, Verwaltungs- und Managementkosten abfließt. Hier zeigt sich, dass die großen Flaggschiffe oft teuer sind. Der FMM Fonds kostet zum Beispiel jährlich 1,66 Prozent, Concept Kaldemorgen verschlingt 1,6 Prozent plus erfolgsbezogener Prämien von 1,2 Prozent und der Multiple Opportunities kostet 1,7 Prozent des Fondsvermögens.

Zum Vergleich: Der Ampega Balanced zweigt jährlich nur 0,55 Prozent ab, das Top Portfolio der DWS 1,2 Prozent. Die geringeren Kosten können ein Grund sein, dass die kleineren Fonds renditemäßig die Nase vorn haben.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kümmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tätig.

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