Privatschulen haben einen gute Ruf, können aber für Familien auch teuer sein. Ein Teil des Schulgelds kann bei manchen Schulen von der Steuer abgesetzt werden.
Bildung: Steuervorteil Privatschule

Privatschule - ein Teil des Schulgeldes von der Steuer absetzen

Eltern können 30 Prozent des Schulgeldes von Privatschülern steuerlich geltend machen. Das funktioniert seit 2008 sogar rückwirkend für alle Steuererklärungen, die noch nicht fertig veranlagt sind.

Allerdings können Eltern wirklich nur das Schulgeld absetzen – die Kosten für Unterkunft, Verpflegung oder Betreuung der Kinder sind von der Regelung ausgenommen und nicht steuermindernd. Um das Schulgeld eine Privatschule absetzen zu können, müssen Sie als Eltern vor allem eine wichtige Voraussetzung erfüllen: Für das Kind muss es einen Anspruch auf Kindergeld bzw. den Kinderfreibetrag geben. Aber von welchen Schulangeboten werden die Kosten überhaupt anerkannt – und wer trifft die Entscheidung darüber?

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Steuern sparen dank Privatschule

Damit das gezahlte Schulgeld für eine Privatschule von der Steuer absetzbar ist, muss diese entweder eine private Grundschule sein (und Ihr Kind im schulpflichtigen Alter) oder auf einen anerkannten Schulabschluss vorbereiten, zum Beispiel Hauptschul- oder Realschulabschluss, Fachhochschulreife oder Abitur. Auch Schulgeld für Privatschulen, bei denen Ihr Kind einen berufsbildenden Abschluss erzielt, sind grundsätzlich von der Steuer absetzbar.

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einer guten Privatschule für Ihre Kinder sind, achten Sie gezielt darauf, dass Schulfächer, Unterrichtsumfang und -niveau der Privatschule der Prüfungsordnung für den angestrebten Abschluss entsprechen. Ob „Ihre“ Privatschule diese Kriterien erfüllt, entscheidet übrigens nicht das Finanzamt, sondern das zuständige Schul- oder Kultusministerium. Auch hier lohnt es sich, frühzeitig nachzufragen.

Bei Auslandsschulen Steuervorteile nutzen

Ihr Kind besucht bzw. besuchte eine private Schule im internationalen Ausland? Auch dann können Sie das Schulgeld eventuell teilweise von der Steuer absetzen, wenn die Schule Ihrer Kinder in einem EU-Staat oder innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes liegt. Geht Ihr Nachwuchs auf eine deutsche Schule im Ausland, können Sie auch dann das Schulgeld steuerlich geltend machen, wenn die Schule nicht in Europa liegt. Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit ist allerdings in allen diesen Fällen auch hier, dass die Schulbildung zu einem laut Kultusministerium oder Kultusministerkonferenz anerkannten Schulabschluss führt.

Höhe des Steuervorteils bei Privatschulen

Maximal werden 30 Prozent der Schulgeldkosten für deutsche oder ausländische Privatschulen bei der Steuer berücksichtigt. Die Höchstgrenze von dem, was steuerlich geltend gemacht werden darf, liegt allerdings bei 5.000 Euro pro Kind pro Jahr.

Ein Rechenbeispiel: Bezahlen Sie für Ihr Kind 18.000 Euro privates Schulgeld im Jahr (das wären 1.500 Euro im Monat), könnten Sie nicht die vollen 30 Prozent also 6.000 Euro absetzen, sondern nur den maximalen Höchstsatz von 5.000 Euro. Leben Sie getrennt oder in Scheidung, erhält das Elternteil den Steuervorteil, der auch die Schulkosten getragen hat. Wurden diese geteilt, können beide Elternteil bis zu 2.500 Euro an Sonderausgaben geltend machen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Florian Junker mein Name ist Florian Junker. Bei geldsparen.de bin für Geldanlage sowie Bauen und Wohnen zuständig. Als dreifacher Familienvater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie praxistaugliche Lösungen aussehen müssen.

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