Oliver Mest
Ein Beitrag von Oliver Mest, 01.12.2014

Berufsrechtsschutz Darauf kommt es im Vertrag an

Das Einkommen ist existenziell. Kommt es zum Streit, brauchen Sie professionelle Hilfe. Auf diese Punkte kommt es bei einer Berufsrechtsschutz an.
Berufsrechtsschutz: Darauf kommt es im Vertrag an

Ärger mit dem Arbeitgeber? Eine Rechtsschutzversicherung hilft, dass Ihr Recht nicht am Geld scheitert

1. Versicherte Personen beachten

Im Vertrag sollten alle Familienmitglieder versichert sein. Wichtig ist, dass die Kinder im Haushalt, aber auch während der ersten Ausbildung mitversichert sind und dass auch Lebenspartner vom Schutz mit umfasst sind.

Vorsicht bei Selbstständigen in der Familie: Meist fallen sie nur noch dann unter den klassischen Familienschutz, wenn der Umsatz im Jahr 10.000 Euro nicht überschreitet. Ist das der Fall, muss eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden, die explizit Selbstständige mit der entsprechenden Tätigkeit versichert.

Berufsrechtsschutz – eine Paketlösung?

Beim Berufsrechtsschutz muss zwischen Nichtselbständigen und Selbstständigen unterschieden werden. Arbeitnehmer sowie Beamte können den Berufsrechtsschutz nur in Kombination mit einer Privatrechtsschutzversicherung abschließen. Wer selbstständig oder freiberuflich tätig ist, benötigt hingegen einen speziellen Berufsrechtsschutz für Selbstständige.

2. Wartezeiten beim Berufsrechtsschutz

Die Versicherung erst abzuschließen, wenn Ärger mit dem Arbeitgeber ins Haus steht, ergibt wenig Sinn. Denn nahezu alle Rechtsschutzpolicen sehen beim Berufsrechtsschutz eine Wartezeit vor. In der Regel besteht eine Wartezeit von drei Monaten.

Schauen Sie im Leistungsfall immer genau in den Vertrag, denn die Wartezeiten in den einzelnen Vertragsbausteinen einer Rechtsschutzversicherung können unterschiedlich lang ausfallen. So kann der Rechtsschutz für das Auto schon greifen, während der für den Job noch in der Wartezeit "hängt".

3. Kein Versicherungsschutz bei Vorvertraglichkeit

Neben der Wartezeit wird der Versicherungsschutz aber auch durch die sogenannte Klausel zur Vorvertraglichkeit eingeschränkt. Mit anderen Worten: Liegt die Ursache des Rechtsstreits vor dem Datum, an dem die Berufsrechtsschutz abgeschlossen wurde, muss sie für den Fall nicht einstehen. Droht also wegen mehrerer Abmahnungen die Kündigung, lohnt es nicht, nachträglich die Berufsrechtsschutz abzuschließen. In diesem Fall könnten weder die Eltern noch mitversicherte Kinder oder Partner den Berufsrechtschutz in Anspruch nehmen.

Rechtsschutz

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4. Problemfall Aufhebungsverträge

Ob der Berufsrechtsschutz auch bei Verhandlungen über einen Aufhebungsvertrag greift, hängt davon ab, ob der Arbeitgeber einen Rechtsverstoß begangen hat. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Kündigung angedroht hat, um ihn zur Unterschrift zu drängen. In einem solchen Fall würde die Rechtsschutzversicherung einspringen.

Anders ist die Situation hingegen gelagert bei einem freiwilligen Angebot des Arbeitgebers auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags. Dann besteht normalerweise kein Versicherungsschutz. Mittlerweise gibt es aber auch eine Reihe von Anbietern, die Verhandlungen über einen Aufhebungsvertrag generell in den Versicherungsumfang mit einschließen, unabhängig davon, welcher Grund vorliegt.
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