Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 28.04.2017

Altersvorsorge für Frauen So bringt Ihr Minijob was für die Rente

Millionen Frauen in Minijobs sind laut Prognosen von Altersarmut bedroht. Dabei können Sie auch bei geringfügigen Beschäftigungen ganz einfach für die Rente vorsorgen.
Altersvorsorge: Vom Minijob zum Rentenschutz

Auch Minijobber sollten frühzeitig an die Rente denken.

Teilzeitarbeit macht Altersarmut! Sie sind weiblich und arbeiten in einem Minijob? Haben Sie schon einmal Ihre Rentensituation überprüft? Trends zeigen: Vor allem viele Frauen haben eine Rente noch unterhalb der Grundsicherung zu erwarten. Nach Angaben des Sozialverbands VdK haben Frauen durchschnittlich zehn Jahre weniger Versicherungszeiten aufzuweisen als Männer - meistens bedingt durch Erziehungszeiten, die Pflege von Angehörigen und Teilzeitjobs.

Auch per Minijob die Rente aufbessern

Als Minijobberin sollten Sie wissen: Für einen geringen finanziellen Aufwand wäre für Sie dabei ein deutliches "Mehr" an Versorgungsschutz drin.

Minijob-Verträge vor 2013: Wenn Sie beispielsweise noch einen alten vor 2013 abgeschlossenen Minijob-Vertrag haben, können Sie mit einer geringen freiwilligen Zuzahlung nicht nur Ihre gesetzliche Rente aufbessern, sondern sich gleichzeitig alle staatlichen Förderungen für die Riester-Rente sichern.

Das funktioniert so: Der Arbeitgeber führt beim Minijob im gewerblichen Bereich pauschal 15 Prozent für die Rentenversicherung ab. Diesen Beitrag stockt die Minijobberin freiwillig um weitere 3,7 Prozent auf, damit zusammen der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 18,7 Prozent (2017) erreicht wird. Bei 450 Euro im Monat macht dies 16,65 Euro aus, bei geringerem Verdienst entsprechend weniger. Der Arbeitgeber wird dadurch nicht belastet, er führt nur alle Abgaben an die Minijob-Zentrale ab.

Minijob-Verträge ab 2013: Als Minijobberin sind Sie nach dem neuen Recht ab 2013 automatisch voll in der Rentenversicherung abgesichert und erhalten so unter anderem auch Ansprüche auf Reha-Leistungen, eine Erwerbsminderungsrente und die Riester-Förderung.

Das bedeutet konkret (ohne dass Sie etwas tun müssen), dass Sie automatisch den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des gewerblichen Arbeitgebers von 15 Prozent durch eigene Mittel um 3,7 Prozent bis zur dann aktuellen Beitragshöhe der Rentenversicherung von 18,7 Prozent (2017) aufstocken. Das wären dann bei einem 450-Euro-Verdienst lediglich 16,65 Euro monatlich.

Hinweis: Sie können auf die Rentenversicherung freiwillig verzichten. Dafür stellen Sie einen Antrag auf Versicherungsfreiheit, dann bleibt es bei der pauschalen Abgabe des Arbeitgebers. Denken Sie das aber genau durch!
 
Diese kleine Investition in den Versicherungsschutz bietet Ihnen im Gegenzug viele Vorteile. Sie erwerben:
  • vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung
  • sowie Ansprüche u.a. auf Leistungen zur Rehabilitation, auf eine Erwerbsminderungsrente und auf die staatlich geförderte Riester-Rente plus alle geförderten Zulagen.
Dies kann gerade für viele Frauen sinnvoll sein, da viele auf Grund jahrelanger geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse bisher kaum Rentenansprüche erworben haben.

Welche Vorteile bietet Riester 2017 bei einem Minijob?

Haben Sie nur diesen Minijob, brauchen Sie beispielsweise lediglich 60 Euro jährlich in einen Riester-Vertrag selbst zu investieren, um die jährliche Grundzulage von 154 Euro zu erhalten. Für jedes Kind gibt es zusätzlich noch mal 185 Euro, bzw. für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro im Jahr oben drauf.

Ein einfaches Beispiel der staatlichen Riester-Förderung 2017: Eine Frau mit einem fünfjährigen Kind bekäme so vom Staat 454 Euro jährlich für ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt und hätte zusätzlich noch den Anspruch auf das volle Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung. Weiteres mögliches Plus bei Verheirateten: Hätte der Ehepartner auch keinen Anspruch auf Riester-Förderung, dann verschafft die Minijobberin ihm damit ebenfalls die Chance auf einen eigenen Riester-Vertrag und weitere staatliche Fördergelder.

Für Minijobs in Privathaushalten gilt das gleiche Prinzip: Sie müssen wegen des geringeren Fünf-Prozent-Pauschalbeitrages des Arbeitgebers allerdings 13,7 Prozent dazu zahlen, um auf den vollen Rentenbeitragssatz von 18,7 Prozent zu kommen.
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