Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 15.06.2016

Mieten oder Kaufen Laufende Kosten h├Ąufig untersch├Ątzt

Statt monatlich die Miete einem Vermieter in den Rachen zu werfen, wollen viele Mieter lieber selbst Eigent├╝mer werden. Laufende Kosten fallen aber dennoch an.
Mieten oder Kaufen Laufende Kosten h├Ąufig untersch├Ątzt

Dem Hund auf der Couch sind die laufenden Kosten egal. Der Eigent├╝mer sollte sie besser einkalkulieren.

Wenn man vom Mieter zum Eigent├╝mer wird, fallen Kosten f├╝r die Baufinanzierung an.┬áSo weit, so klar. Dazu kommen aber noch Zahlungen ans Finanzamt, Pr├Ąmien f├╝r wichtige Versicherungen, Kosten f├╝r M├╝llabfuhr, Strom und Abwasser sowie sogenannte Instandhaltungsr├╝cklagen. Diese Betr├Ąge sollten Sie unbedingt in ihren Kassensturz einberechnen:

Alle Jahre wieder - die Grundsteuer

Immobilienbesitzer m├╝ssen j├Ąhrlich an die Stadt oder Gemeinde Grundsteuer zahlen.┬á Das Finanzamt ermittelt daf├╝r den Wert des Objekts. Die Grundsteuer ist von Ort zu Ort verschieden hoch, da der Satz von St├Ądten und Gemeinden selbst festgesetzt wird. Wer zum Beispiel in Hamburg wohnt, zahlt derzeit einen Hebesatz von 540 Prozent, M├╝nchen berechnet 535 Prozent und Gelsenkirchen 75 Prozent. Eine Wohnung mit einem Einheitswert von 50.000 Euro kostet in Hamburg j├Ąhrlich 945 Euro Grundsteuer, in M├╝nchen 935,25 Euro und in Gelsenkirchen nur 131,25 Euro.

Da kommt niemand drum herum - Wasser- und Abfallgeb├╝hren

Jede Kommune berechnet Kanal- oder Abwassergeb├╝hren. Die Kosten errechnen sich nach Kubikmeter. Mancherorts wird der Beitrag geteilt in Schmutzwasser- und Niederschlagsgeb├╝hr. Es kann auch ein Kanalbaubeitrag hinzukommen. Im Durchschnitt kostet der Kubikmeter Abwasser in Deutschland etwa 2,40 Euro, kann aber je nach Wohnort stark variieren. Auch die Kosten f├╝r M├╝llentsorgung sind von Ort zu Ort unterschiedlich. Manche St├Ądte richten die H├Âhe der Kosten an der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen aus. Die meisten St├Ądte bemessen ihre Geb├╝hren nach der Tonnengr├Â├če und dem Leerungszeitraum. W├Âchentliche Leerung kostet mehr als 14-t├Ągige Leerung, und wer seine Tonne selbst auf die Stra├če stellt und wieder abholt, zahlt mancherorts geringere Geb├╝hren. So kostet die 14-t├Ągige Leerung einer 120-Liter-Restm├╝lltonne in M├╝nchen j├Ąhrlich 156 Euro, w├Ąhrend w├Âchentliche Leerung 293 Euro kostet.

Diese Kosten k├Ânnen Eigent├╝mer selbst steuern -┬áTrinkwasser, Strom und Heizung

Der Frischwasserverbrauch errechnet sich aus einem Kubikmeter-Preis und einer Grundgeb├╝hr. Wie bei Abwasser und M├╝llentsorgung differieren hier die Kosten je nach Wohnort stark. Laut Statistischem Bundesamt zahlt ein Modellhaushalt f├╝r 80 Kubikmeter Trinkwasser im Jahr rund 200 Euro. Die H├Âhe des Strompreises h├Ąngt vom Anbieter, dem Verbrauch der Ger├Ąte und vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Wer weniger verbraucht, zahlt also auch weniger. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft errechnete f├╝r das Jahr 2016 f├╝r einen dreik├Âpfigen Musterhaushalt einen durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 84 Euro im Monat. Auch die Heizkosten sind von vielen Faktoren abh├Ąngig, etwa der Anzahl der Au├čenw├Ąnde, der Raumh├Âhe, der gew├╝nschten Raumtemperatur im Eigenheim sowie der Bausubstanz. Die monatlichen Kosten k├Ânnen zwischen 100 und 300 Euro differieren. Eigent├╝mer sollten zudem Kosten f├╝r Schornsteinfeger und Wartungsarbeiten an der Heizungsanlage einplanen.

H├Ąufig vergessen - Kosten f├╝r Versicherungen und R├╝cklagen

Die Kosten f├╝r die Hausratversicherung und eine Geb├Ąudeversicherung richten sich nach Objektart, Standort, Versicherungsanbieter und Versicherungspaket. Eigent├╝mer sollten mit Aufwendungen von mehreren Hundert Euro im Jahr rechnen. Weil bei jeder Immobilie fr├╝her oder sp├Ąter Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten anfallen, sollten Eigent├╝mer daf├╝r monatlich einen gewissen Betrag zur├╝cklegen - zum Beispiel auf einem Tagesgeld-Konto oder mit einem Sparplan.

Wie viel Geld sollte man daf├╝r einkalkulieren?

Faustregel: Ein Prozent des Hauswertes. Wer eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus besitzt, der zahlt an R├╝cklagen das, was die Eigent├╝merversammlung per Mehrheitsbeschluss festlegt. Bei einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus fallen zudem Kosten f├╝r die Hausverwaltung an. Fazit: Eigent├╝mer sollten stets vor Unterschrift auf dem Kaufvertrag die Informationen ├╝ber die H├Âhe der Nebenkosten einholen, vergleichen und einplanen - damit sp├Ąter keine b├Âse ├ťberraschung kommt.

Geldsparen-Tipp: Nutzen Sie die kostenlosen Vergleichsrechner von Geldsparen.de, um Kosten zu sparen und Preise zu vergleichen. Wenn Sie noch zur Miete wohnen, sollten Sie wissen, was sich Mieter nicht bieten lassen m├╝ssen.
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 10 Jahre
  Anbieter gebundener
Sollzins
eff. Zins
 
1.
0,89%
0,89%
2.
0,91%
0,94%
3.
1,00%
1,01%
Datenstand: 02.12.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben

Name*

Email*

├ťberschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Anna Hoychuk / Shutterstock.com ID:5575

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelm├Ą├čig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (w├Âchentlich)

Spartipp des Tages (t├Ąglich)

Ich erkl├Ąre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Wohnen Pagename: miete(5575)