Von Horst Peter Wickel, 25.08.2017

Ferienwohnung als Geldanlage Das sollten Sie beim Kauf beachten

Wenn es Ihnen im Urlaub so richtig gut gefällt, sollten Sie nicht gleich auf die Idee kommen, sich am Ort Ihrer Träume eine Wohnung zu kaufen.
Ferienwohnung als Geldanlage Das sollten Sie beim Kauf beachten

Viele träumen von einem Haus am See. Aber Vorsicht: In manchen Ländern langt der Fiskus ordentlich zu.

Eine eigene Erholungsoase auf Mallorca? Oder ein Strandhaus in Portugal oder Griechenland? Eigentlich sind die Chancen so gut wie nie. Wirtschaftlich geht es vielen Menschen im Süden Europas nicht gerade blendend, zahlreiche Ferienhäuser und –wohnungen können Sie jetzt zu günstigen Preisen kaufen. Und Immobilien im sonnigen Süden können Sie vermieten, wenn Sie nicht selbst vor Ort sind, insbesondere in beliebten Urlaubsregionen wirft das meistens hohe Renditen ab.
  • Aber Vorsicht! Bevor Sie ein Objekt im Ausland kaufen, sollten Sie neben den Vorteilen auch die Risiken in Betracht ziehen – informieren Sie sich also vorab ausführlich über den Hauskauf in anderen Ländern. Dazu gehören zum Beispiel gesetzliche Vorschriften und Steuern.

Wo Sie gar nicht einfach kaufen können

Zumindest in Spanien gibt es beim Immobilienkauf kein Problem, aber in anderen europäischen Ländern ist das gar nicht so einfach. So ist in Österreich eine Erwerbsgenehmigung erforderlich, die Sie bei der Ausländergrundverkehrsbehörde erhalten. Ein Sommerhaus in Dänemark dürfen Sie nur kaufen, wenn Sie mindestens fünf Jahre steuerpflichtig in diesem Land gelebt haben.

In der Schweiz wird eine Bewilligung der entsprechenden Kantonsbehörde benötigt, sofern Sie nicht Grenzgänger mit gewünschtem Zweitwohnsitz oder Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis sind. Es ist verboten, ein Objekt zur Vermietung, also als reine Kapitalanlage zu erwerben. Und in den Niederlanden können Sie zwar meist problemlos Immobilien kaufen, aber Sie dürfen diese dann oftmals nur als Erstwohnsitz und nicht als Ferienhaus nutzen.
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 15 Jahre
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Datenstand: 23.11.2017
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Wenn der Fiskus zulangt

An gestiegene Grunderwerbsteuern haben sich Steuerzahler in Deutschland schon gewöhnt, doch in einigen Ländern ist sie noch weitaus höher, so zum Beispiel in Belgien mit 12,5 Prozent, in Griechenland mit neun bis 13 Prozent oder in Spanien mit acht bis zehn Prozent. Dazu müssen Sie in vielen Ländern regelmäßig Grundsteuer oder eine Wohn- oder Wertzuwachssteuer bezahlen. Und das ist noch nicht alles. So gibt es in Italien noch eine Spekulationssteuer von bis zu acht Prozent und eine Erbschafts- und Schenkungssteuer von bis zu 33 Prozent.

Schneller Kauf

In den südlichen Ländern reicht oftmals schon eine mündliche Zusage, um sich für den Immobilienkauf zu verpflichten. In Spanien, Italien oder Portugal sollten Sie also unbedingt darauf achten, nicht schon mündlich zuzusagen, bevor Sie sich ganz sicher sind. Um den Kauf Ihres Objektes im Ausland abzuwickeln, sollten Sie in jedem Fall einen Notar und einen Dolmetscher beauftragen. Das ist dort zwar nicht üblich, sichert Sie aber gegen Fallstricke und Missverständnisse ab.

Schließen Sie Ihren Kaufvertrag nur im Beisein eines Notars ab und besiegeln Sie diesen mit einer Notar-Unterschrift. Und lassen Sie zudem einen seriösen Dolmetscher den Vertrag für sich übersetzen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Am besten und einfachsten für Sie ist es natürlich, sich den Kaufvertrag gleich zweisprachig aushändigen zu lassen.

Bevor Sie eine Baufinanzierung für Ihre gewünschte Auslandsimmobilie aufnehmen, können Sie sich an die Deutsche Schutzvereinigung für Auslandsimmobilienbesitz wenden. Die Vereinigung bietet Ihnen eine individuelle anwaltliche Beratung, insbesondere für den Hauskauf in Frankreich, Italien und Spanien.

Auch die Verwaltung kostet Geld

Wenn Sie eine Ferienimmobilie im Ausland kaufen, sollten Sie gleich an die laufenden Kosten denken, die Sie ständig bezahlen müssen. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für die Reinigung und Pflege des Grundstücks, Nebenkosten wie Heizung, Wasser und Strom, aber auch für eine Gebäudeversicherung. Dazu kommen Kosten für einen seriösen Verwalter, der sich um die Vermietung kümmert.

Schon ans Alter denken

Viele Käufer nutzen die Immobilie im Ausland nicht nur als Feriendomizil, sondern auch als Rückzugsort im Alter. Wenn Sie daran denken, sollten Sie schon vor dem Kauf überprüfen, ob es Ihnen überhaupt möglich ist, dauerhaft in dem gewünschten Land zu wohnen. In vielen Ländern gilt, dass eine Aufenthaltsgenehmigung eingeholt werden muss, wenn Sie länger als 90 Tage im entsprechenden Land bleiben möchten.
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