Von Peter Rensch, 28.09.2016

Anlagestrategie Wie Sie auf die Zinsentwicklung reagieren sollten

Was bringt die Zukunft? Deflation, Inflation, Null- oder Negativzinsen? Was Sie als Anleger wissen sollten und wie Sie bei der aktuellen Zinsentwicklung richtig reagieren.
Anlagestrategie Wie Sie auf die Zinsentwicklung reagieren sollten

Was wird die Zukunft Geldanlegern bringen? In näherer Zukunft wird die Zinsentwicklung kaum in alte Höhen zurückfinden

Die Finanz-Schlagzeilen der letzten Monate wirken auf Geldanleger nicht gerade beruhigend. Die Gefahr einer Deflation machte die Runde und Null- sowie Negativzinsen sorgten ebenfalls für Aufsehen. Damit Sie auf die zukünftigen Entwicklungen am Geldmarkt richtig reagieren können, ist es von Vorteil, die Prognosen zu kennen, um den Markt richtig einzuschätzen. Dies hilft Ihnen bei Ihrer Finanzplanung und dem Vermögensaufbau.

Achten Sie auf die Zinsentwicklung!

Experten sind sich einig, dass das Thema Deflation, zumindest mittelfristig, keine Rolle mehr spielen wird. Im Gegenteil. Inflationäre Tendenzen machen sich bemerkbar.
„Wir gehen davon aus, dass wir die deflationären Tendenzen hinter uns gelassen haben und eine Phase der Inflationierung beginnt, in der die Inflationsrate auf ein bis zwei Prozent steigen wird“, so Chris-Oliver Schickentanz, Chefanlagestratege der Commerzbank AG.

Sparkonten unterstützen nicht Ihren Vermögenserhalt

Für Ihre Anlagestrategie bedeutet dies, dass Ihr Vermögen in den nächsten Monaten und wohl auch Jahren an Wert verliert, wenn Sie keine Renditen mindestens in der Höhe der Inflationsrate erzielen können. Das klassische Sparbuch, aber auch Fest- und Tagesgeld können die Inflationsquote nicht kompensieren. Hinzu kommt, dass Null- und Negativzinsen weiterhin aktuell bleiben.

Dazu der Commerzbank-Experte: „Die EZB hat ja bereits angekündigt, dass zumindest bis zum Ende des Anleihekaufprogramms die Zinsen bleiben oder gar abgesenkt werden. So werden uns Null- und Negativzinsen wohl bis 2019 begleiten.“

Tipp: Vermögenswerte, die Sie nicht kurzfristig benötigen, sollten nicht auf Sparkonten positioniert werden. Um in Notfällen liquide Mittel zur Verfügung zu haben, empfiehlt es sich, einen Betrag in Höhe Ihres dreifachen Monatsbudgets auf Tagesgeldkonten anzulegen.

Zinsentwicklung bis 2019 konstant

Gehen Sie also davon aus, dass diese Zins- und Inflationssituation mindestens bis 2019 anhalten wird. Das bestätigt auch Chris-Oliver Schickentanz: „Mit viel Fantasie können wir vielleicht auf eine Zinswende in der zweiten Jahreshälfte 2019/2020 hoffen. Dann müssten jedoch alle Parameter stimmig sein, Staaten ihre Schulden dezimiert haben, die Konjunkturen in Europa anziehen.“

Doch welche Anlagen sollten Sie als Alternative wählen? Staatsanleihen sind momentan zu teuer. Selbst eine zehnjährige Bundesanleihe ist mit Nullzinsen ausgestattet und bei der momentan wirtschaftlichen Entwicklung müssen Sie bei solchen Investments mit schmerzhaften Verlusten rechnen.

Volatil, aber gewinnversprechend: Aktien

An Aktien kommen Sie in der Gegenwart und nahen Zukunft kaum vorbei, wenn Sie einen Vermögenszuwachs erzielen wollen. Der Experte rät in diesem Zusammenhang: „Wir haben in Deutschland noch immer rund zwei Billionen Euro auf Sparkonten. Diese Anlageformen sind in Zeiten von Niedrig-, Null- und möglichen Negativzinsen nicht geeignet, um einen Vermögenserhalt oder gar Zuwachs zu erzielen. Mit diesen Instrumenten kann der Wertverlust durch die Inflationsrate nicht mehr kompensiert werden.“ Deshalb empfiehlt er: „Sie sollten in attraktivere Anlageklassen wechseln. Wenn Sie sich für Wertpapiere entscheiden, sollte immer eine gewisse Aktienquote dabei sein.“

Tipp: Wer sich für Festgeld entscheidet, sollte die höchst verzinsten Angebote aus unserem Vergleich wählen, deren Zins immer noch über der Inflationsrate liegt. Auch das ist Werterhalt.

Eine Inflationsrate von ein bis zu drei Prozent macht die Börsianer nicht nervös. Weiterhin sorgt die Gewissheit für eine gute Börsenstimmung, dass die Notenbanken den Märkten nach wie vor liquide Mittel zur Verfügung stellt, was steigende Aktienkurse verspricht.

Tipp: Ein Drittel Ihres Vermögens sollten Sie in solide Aktien anlegen. Ihr Bankberater kann Ihnen eine Auswahl möglicher Wertpapiere erstellen und diese in Risikoklassen einteilen.

Immer wieder aktuell, wenn die Inflation ansteigt, ist Gold. Das Edelmetall wirft zwar keine Zinsen ab. Doch auf der anderen Seite wird es auch nicht mit Negativzinsen belastet, wodurch es gerade für institutionelle Großanleger eine attraktive Alternative ist. Sie können davon ausgehen, dass diese mittelfristig verstärkt in Gold investieren, was den Preis in die Höhe treiben wird. Wenn Sie also Gold in Ihr Portfolio mit aufnehmen wollen, kann es sinnvoll sein, möglichst schnell zuzugreifen.

Tipp: Mit unseren Sparrechnern finden Sie günstige Wertpapier-Depots sowie Spar-, Tages- und Festgeldkonten mit verhältnismäßig hohen Zinsen.
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