Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 24.10.2016

Aktien Limits sch√ľtzen vor Verlusten

Aktien ohne Limits zu kaufen, ist riskant, denn die Order kann teurer werden als gedacht. Wer Ordergrenzen vorgibt, sch√ľtzt sich vor finanziellen Verlusten.
Aktien Limits sch√ľtzen vor Verlusten

Limits beim Kauf und Verkauf von Aktien setzten und so die Erfolgschancen an der Börse deutlich verbesserm

Eine B√∂rsenorder ohne Airbag kann schnell ins Geld gehen. Beispiel: Sie beauftragen Ihre Bank, 300 Aktien von Bank A zu erwerben. Der aktuelle Kurs liegt bei 15 Euro. Wenn Sie nun denken, dass Sie daf√ľr 4.500 Euro zahlen, dann haben Sie die Rechnung ohne die B√∂rse gemacht. Die Order wird als sogenannte Market-Order ausgef√ľhrt, das hei√üt, die Aktien werden zum aktuell verf√ľgbaren Preis gekauft. Da Aktienkurse schwanken, kann der Preis aber in der Zwischenzeit gestiegen sein. Kostet eine Aktie inzwischen 17 Euro, so zahlen Sie f√ľr die Papiere insgesamt 5.100 Euro – 600 Euro mehr als geplant.

Limits als Preispuffer

H√§tten Sie Ihre Order limitiert, w√§re das nicht passiert. Bei einem Limit von 15,25 Euro, w√§re die Aktie maximal zu diesem Preis gekauft worden. Zwar kann es bei einer limitierten Order passieren, dass der Kurs zum Kaufzeitpunkt √ľber dem Limit liegt und das Gesch√§ft somit nicht zustande kommt. Doch das ist halb so schlimm. Erstens hat Sie das Limit vor finanziellen √úberraschungen gesch√ľtzt. Zweitens wartet der Computer oder Aktienh√§ndler ab, bis der Preis des Papiers wieder unter die Grenzmarke gefallen ist und kauft dann. Befindet sich die Aktie gerade in einem Aufw√§rtstrend wird jedoch aus dem Kauf so schnell nichts. In diesem Fall sollten Sie das Limit erweitern oder die Order auf "Ultimo" setzen. Bei "Ultimo" gilt der Kaufauftrag bis Monatsende. Dies verschafft Spielraum f√ľr sp√§tere Kursr√ľckg√§nge, die den Aktienkauf zum anvisierten Preis erm√∂glichen.
• Spezialfall Stop-Buy-Order: Hier wird der Aktienkauf ausgel√∂st, wenn der Kurs der Aktie oder des Fonds auf ein vorher festgelegtes Limit steigt. Nach Erreichen der Marke wird die Order dann zum unlimitierten Auftrag, das hei√üt, das Wertpapier wird zu jedem verf√ľgbaren Preis gekauft. Stop-Buy-Orders sind sinnvoll, wenn man warten m√∂chte, bis das Wertpapier eine wichtige, charttechnische Marke √ľberschritten hat und damit anzeigt, dass der Kurs weiteres Steigerungspotential bietet.

Stops als Sicherheitspuffer bei Verkäufen

Bei Aktienverk√§ufen k√∂nnen Limits ebenfalls sinnvoll sein, denn sie k√∂nnen gr√∂√üere Kapitalverluste verhindern. So sollten Sie bei Urlaubs- oder Gesch√§ftsreisen Ihre Depotgewinne mit einer Stop-Loss-Order versehen. Dabei legen Sie f√ľr jedes B√∂rsenpapier eine Wertgrenze unterhalb des aktuellen Kurses fest, bei dessen Unterschreiten das Papier automatisch verkauft wird. Bei pl√∂tzlichen Kurseinbr√ľchen sichert der rasche Verkauf vorhandene Gewinne. Die Stop-Marke sollte sich an der Schwankungsintensit√§t der Aktie orientieren. Als Faustregel gilt: Bei Substanzwerten, die nur gering schwanken, setzen Sie den Stop etwa zehn bis 15 Prozent unter dem aktuellen Kurs an, bei stark schwankenden Papieren 20 bis 25 Prozent.
• Keine glatten Betr√§ge eingeben: H√§ufig setzen Anleger Stop-Loss-Orders bei 50 oder 80 Euro an. Die Vielzahl gleicher Verkaufsauftr√§ge verursacht beim Ber√ľhren genau dieser Kursschwelle eine Flut von Verkaufsorders und dadurch regelrechte Kursst√ľrze. Da die Aktie oder die Fondsanteile unlimitiert verkauft werden, drohen herbe Verluste, wenn das Papier in der gleichen Minute nur noch 40 oder 70 Euro Wert sein sollte. Setzen Sie deshalb Limits mit krummen Zahlen, etwa 50,12 Euro oder 80,11 Euro. Das erh√∂ht die Aussicht auf einen Verkauf zum anvisierten Limit.

Beweglicher Stopp sorgt f√ľr mehr Gewinn

Eine Stop-Loss-Order ist ein fixer Verkaufsauftrag. Nachteil: Steigen die Kurse während der Laufzeit des Limits an, werden neu hinzugekommene Gewinne nicht erfasst, es bleibt bei der einmal festgelegten Verkaufsschwelle. Gewinnträchtiger sind sogenannte Trailing-Stops, wie sie etwa Comdirect und ING-Diba anbieten. Dabei wird das gewählte Stop-Loss-Limit automatisch der Wertentwicklung der Aktie angepasst.
• Beispiel: Sie kaufen eine Aktie f√ľr 50 Euro. Der maximale Verlust soll auf f√ľnf Euro begrenzt werden, Zusatzgewinne aber voll mitgenommen werden. Sie setzen den Trailing-Stop bei 45 Euro, den Trailing-Abstand legen Sie auf f√ľnf Euro fest. Folge: F√§llt die Aktie um f√ľnf Euro auf 45 Euro, greift automatisch die Stop-Loss-Order und das Papier wird verkauft. Steigt das Papier auf 60 Euro, wird die Stop-Loss-Order automatisch auf 55 Euro nachgezogen. Alternativ zur Euro-Angabe ist auch eine prozentuale Abstandsfestlegung m√∂glich.
Geldsparen.de-Tipp: Neben g√ľnstigen Einstandspreisen bzw. guten Verkaufskursen unterst√ľtzen geringe Order- und Depotpreise die Erfolgsaussichten f√ľr Aktien und Fonds. Unser Depotkosten-Vergleich informiert Sie √ľber Depotkosten und errechnet die anfallenden Ordergeb√ľhren.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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