Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 24.02.2017

Fondssparen Teure Fonds nicht besser als preiswerte

Geb├╝hren beeinflussen die Rendite beim Fondssparen. Wer seine Gewinnchance heben will, sollte sein Depot umstellen und die Kosten senken.
Fondssparen Teure Fonds nicht besser als preiswerte

Ärger, weil die Fondskosten die Rendite fressen? Auch bei Fonds gilt: Gut muss nicht teuer sein.

F├╝r Anleger wird es immer wichtiger, die Kosten ihrer Kapitalanlage zu optimieren. Geb├╝hren und Transaktionskosten knabbern in erheblichem Umfang am Ertrag. Die Beratungsgesellschaft Faros Cost Advisory hat jetzt erhoben, welche Kostenbl├Âcke die gr├Â├čte Relevanz haben und inwieweit sie sich beeinflussen lassen. Danach bieten sich vier zentrale Sparm├Âglichkeiten an:
  • die Fondsmanagergeb├╝hren,
  • die Transaktionskosten im Fonds,
  • die Kosten beim Fondskauf und
  • die Geb├╝hren der Depotbank.

Kostensenkung ohne Performanceeinbu├če m├Âglich

Bevor die Einsparm├Âglichkeiten im Einzelnen dargestellt werden, die wichtigste Erkenntnis der Faros-Studie vorweg: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Kosten und Qualit├Ąt eines Fonds. Das hei├čt, eine Kostensenkung ist ohne Qualit├Ątseinbu├če m├Âglich“, sagt Oliver Dr├Ąger, Senior Consultant bei Faros.

Positiv f├╝r Sparer: Seit 2000 sind die Geb├╝hren der Fonds- und Verm├Âgensverwalter deutlich gesunken. Die Management-Fees beispielsweise f├╝r US-Aktienfonds und US-Rentenfonds sind heute rund ein Drittel g├╝nstiger als damals, so die Faros-Studie. Zu einem ├Ąhnlichen Ergebnis kommt die Ratingagentur Morningstar: Danach sind die laufenden Fondskosten im europ├Ąischen Durchschnitt zwischen 2013 und 2016 von 1,09 auf 1,0 Prozent gesunken. Rentenfonds verbilligten sich von 0,89 auf 0,74 Prozent, Aktienfonds sanken durchschnittlich von 1,43 auf 1,27 Prozent und Mischfonds von 1,56 auf 1,47 Prozent. „Immer mehr Anleger suchen gezielt nach g├╝nstigen Fonds“, erkl├Ąrt Morningstar-Experte Nikolaj Mikkelsen.

Fondsgeb├╝hren und Performance vergleichen

Ein Beispiel f├╝r preiswerte Fonds sind computergesteuerte Indexfonds. Die sogenannten ETFs erheben keinen Ausgabeaufschlag und die j├Ąhrlichen Fondskosten liegen lediglich zwischen 0,1 und 0,8 Prozent. Aktiv gemanagte Aktienfonds berechnen dagegen bis zu sechs Prozent Ausgabeaufschlag und kosten zwischen ein und zwei Prozent Geb├╝hr pro Jahr. Mit dem Einsatz von ETFs k├Ânnen Sie also die Kostenstruktur Ihres Depots erheblich verbessern.

Die Krux: Nicht f├╝r jede Anlagestrategie gibt es einen passenden ETF und manchmal performen die Indexfonds – auch langfristig – schlechter als aktiv gemanagte Fonds. Das ist zum Beispiel bei zahlreichen Dax-ETF der Fall. Weil aktiv gemanagte Dax-Fonds h├Ąufig deutsche Nebenwerte zur Performancesteigerung beimischen, sind die Ergebnisse oft besser.

Allerdings gilt auch beim Kauf eines Deutschlandfonds: Performance und laufende Kosten gut vergleichen! Ein Beispiel: Der Fidelity Fund German A berechnet j├Ąhrlich 1,92 Prozent Managementgeb├╝hr, der DWS Deutschland hingegen nur 1,40 Prozent. Wie der Performancevergleich zeigt, belasten h├Âhere Geb├╝hren die Wertentwicklung. Der teurere Fidelity-Fonds erreicht auf F├╝nfjahressicht eine Wertentwicklung von 13,9 Prozent w├Ąhrend der DWS-Fonds auf 15,3 Prozent kommt, auf Zehnjahressicht lautet die Bilanz 5,6 zu 9,6 Prozent. ├ähnliche Ergebnisse liefern auch andere Betrachtungszeitr├Ąume.

Fonds zum Nulltarif

Der Gewinn liegt im Einkauf – lautet eine alte Kaufmannsregel. Insofern sollten Sie beim Fondskauf auf m├Âglichst niedrige Erwerbskosten achten. Viele Banken bieten heute Fonds ohne oder zu stark reduziertem Ausgabeaufschlag an. Die ING-Diba wirbt beispielsweise mit 5.000 Fonds zum Nulltarif, Consorsbank, Comdirect und DKB offerieren einzelne Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

Kostenschonend sollte auch die Fondsverwahrung sein. Hier empfehlen sich wiederum Direktbanken, denn diese verzichten h├Ąufig auf Geb├╝hren f├╝r das Wertpapierdepot. Geb├╝hrenfreie Depotverwahrung erm├Âglicht aber auch S-Broker, der Onlinebroker der Sparkassen. Filialbanken sind hingegen meist teurer, so berechnen die PSD Banken f├╝r das Union-Depot mindestens neun Euro pro Jahr, die Targobank erhebt f├╝r das Klassik-Depot 30 Euro Jahresgeb├╝hr, wenn der Depotwert den Betrag von 50.000 Euro nicht ├╝berschreitet.

Tipp: Unser Aktiendepot-Vergleich hilft Ihnen dabei, ein g├╝nstiges und gutes Depot zu finden:
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Geldsparen-Tipp:
Unser Kooperationspartner FondsDISCOUNT.de bietet Ihnen die M├Âglichkeit, bei einer Depoter├Âffnung rund 19.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu handeln. Die Depotf├╝hrung ist kostenlos. Falls Sie bereits ein Depot bei einem Broker besitzen, k├Ânnen Sie Ihr Portfolio ebenfalls kostenlos auf das Geb├╝hrenmodell von FondsDISCOUNT.de ├╝bertragen. Mit dem Online-Vermittlerwechsel transferieren Sie auch bereits vorhandene Fonds-Sparpl├Ąne und handeln die betreffenden Fonds k├╝nftig ohne Ausgabeaufschlag. Dadurch erh├Âhen Sie Ihre Rendite.
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Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

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